Nachruf Diakon Mag. Karl Winkler

und seine Zeit in der Pfarre Altaussee

Karl Winkler war seit 1.9.1991 als Pastoralassistent in Altaussee tätig. Zu diesem Zeitpunkt  wurde die Pfarre bereits vom Pfarrer  Dechant Franz Gölles aus Bad Aussee betreut. Am 29.6.1998 begann die Neugestaltung der Altausseer Kirche mit der Errichtung des Volksaltares, der Verkürzung des Chores, die Errichtung der Taufkapelle und die Verlegung des Bodens. Die Fertigstellung und Neueinweihung durch Bischof Johann Weber erfolgte am 15.11.1998. Aus diesem Grund fand der Festgottesdienst zur Einführung des neuen Pfarrers Dr. Markus Plöbst am 1.9.1998 im Saal des Seehotels statt.

Karl Winkler wurde am 7.11.1999 durch Bischof Weber zum Ständigen Diakon geweiht. Bis dahin wohnte er mit seiner Frau Lisbet und den Kindern Christoph, David und Johanna im Pfarrhof. Anschließend bezogen sie ihr Eigenheim in Lichtersberg/Trattenbach.

2002 wurde der Pfarrverband Ausseerland, bestehend aus den Pfarren Bad Aussee, Altaussee und Grundlsee, gegründet und von diesem Zeitpunkt an war Karl Winkler auch im gesamten Pfarrverband tätig. In diesem Jahr wurde in der Pfarrkirche Altaussee eine neue Konzertorgel errichtet, deren Finanzierung (ca. 300.000€) hauptsächlich über Spenden erfolgte. Karl Winkler trug durch unzählige Aufrufe und ideenreichen Sammelaktionen (Orgelwein, Orgelkerzen, Verkauf von alten Orgelpfeifen, etc.) wesentlich zur Finanzierung bei.

Mit Pfingsten 2003 wurde von Karl Winkler eine neue Idee des Feierns zu Pfingsten ins Leben gerufen. Er war überzeugt, dass sich der Heilige Geist entdecken und spüren läßt. Wer von ihm berührt und erfüllt ist, der steht für das Leben ein, der kann trotz negativer Lebenserfahrung aus der Zuversicht leben. Mit dieser Überzeugung gestaltete er verschiedene Themen für die Pfingstfeste und konnte dazu auch immer wieder hochkarätige Mitwirkende gewinnen.

Am 1.9.2004 übernahm Pfarrer Mag. Edmund Muhrer der Pfarrverband Ausseerland, der von Anfang an einen großen Wert auf gute Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen legte. Für Karl Winkler war von Beginn an die Tätigkeit als Religionslehrer ein inneres Bedürfnis und der Kontakt zur Schuljugend beschränkte sich nicht nur auf die Unterrichtszeit. Der Ausbau der Sternsingeraktion, die - unterstützt von Begleiterinnen und Begleiter - bis heute das ganze Dorf erfaßt, freute ihn besonders. Die Ministrantenbetreuung, die Gründung einer Basisgruppe, die sich vor allem dem Bibelverständnis widmete oder die Ausbildung von Wortgottesdienstleitern und Lektoren lag ihm besonders am Herzen. Große Bedeutung für ihn hatte auch die Ökumene und der gute Kontakt zur evangelischen Pfarrgemeinde in Bad Aussee. Die Tätigkeit des Pfarrgemeinderates wurde von ihm  sehr geschätzt und er brachte immer wieder neue Ideen ein.  Nicht unerwähnt soll seine Mitgliedschaft beim Volksliedchor sein, in dessen Runde er sich besonders angenommen fühlte.

Karl Winkler lebte vor, wie eine offene und lebendige Kirche eine Brücke zu allen Menschen bilden kann. Viele Initiativen, die er als Seelsorger gesetzt hat, können nur angedeutet werden und führen uns vor Augen, wie sehr sein persönlicher Einsatz fehlt. Als sein Vermächtnis ist wohl die heurige Pfingstpredigt zu sehen die von seinem Freund Diakon Mag. Bernhard Pletz, am Pfingstsonntag verlesen worden ist. Das Thema des diesjährigen Pfingstfestes lautete: „Krise als Chance“ Am 26. Juli verstarb Karl Winkler kurz nach seinem 58. Lebensjahr nach langer, schwerer Krankheit.

Zur Verabschiedung am 30. Juli kam Bischof Wilhelm Krautwaschl direkt von einer Romreise ins Ausseerland. Über vierzig Diakone und Priester aus der ganzen Diözese und eine große Trauergemeinde feierten mit seiner trauernden Familie einen ergreifenden Abschiedsgottesdienst. Seine letzte Ruhestätte ist der Friedhof in Graz-Leonhard.

Wir im Pfarrgemeinderat werden uns bemühen in seinem Geist weiter zu arbeiten und  hoffen auf die Unterstützung der Pfarrbevölkerung.

Für den Pfarrgemeinderat  Dr.Anton Auerböck



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